So kündigt und geht man richtig.

Seinem Chef die Kündigung auszusprechen kann sehr unangenehm sein. Schliesslich ist so ein Wechsel ja auch mit sehr viel Arbeit verbunden. 

Freude ruft eine Kündigung jedenfalls nur selten hervor. Manche nehmen sie sogar persönlich. Andere sind vielleicht sogar froh darüber. 

Was auch immer zu einer Kündigung seitens des Arbeitnehmers führt: Ihr Vorgesetzter sollte davon zunächst persönlich erfahren. Anschliessend kann die Kündigung dann auch schriftlich bestätigt werden. Für den Fall, dass der Arbeitsplatz sofort zu räumen ist (Freistellung) ist es zudem ratsam, vorher persönliche Infos vom Rechner löschen.

Bis zu Ihrem Ausscheiden sollten Sie sich so perfekt verhalten, dass sich Ihr Arbeitgeber wünscht, Sie würden noch bleiben. 

Helfen Sie den „Zurückgebliebenen“ dabei so gut es geht, schwärmen Sie nicht zu sehr von der neuen Arbeitsstelle und versprechen Sie niemandem, ihn nachzuholen. 

Signalisieren Sie, dass Ihr alter Arbeitsplatz immer noch ein attraktiver Ort zum Schaffen ist. 

Zum Abschied bedanken Sie sich bei Ihren Kollegen für die vielen positiven Erlebnisse und verlassen Ihren Arbeitsplatz mit Würde und Anstand. 

Übrigens gibt es im Gesetz für Kündigungen von Arbeitsverträgen keine Formvorschriften – es sei denn, sie wurden explizit im Arbeitsvertrag vereinbart: 

Kündigungen sind demnach auch wirksam, wenn sie mündlich, per Mail oder mit einer SMS ausgesprochen wurden.  

Guido Danek

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Wie viel möchten Sie verdienen?

Der positive Verlauf eines Vorstellungsgesprächs bietet meist die Grundlage für eine angemessene Gehaltsforderung. Sie erfolgt am Ende eines intensiven Austauschs und erfordert die gesamte Konzentration des Bewerbers. 

Faktoren für die Höhe des Lohnes sind das eigene Potenzial, persönliche Erfahrungen, die Position, Branche, der Standort und die Grösse des Unternehmens.

Hier ein paar Tipps dazu:

  • Personaler verstehen unter „Gehaltsvorstellung“ Ihr erwartetes Brutto-Jahresgehalt inklusive aller Zusatzleistungen.
  • Informieren Sie sich vorher über Ihren künftigen Arbeitgeber, falls möglich auch über Gehaltsspannen.
  • Preschen Sie in Sachen Geld nicht gleich vor, das wirft ein ungünstiges Licht auf Sie. 
  • Denken Sie vor dem Gespräch über Ihre persönliche Untergrenze nach und kommunizieren Sie diese deutlich. 
  • Bereiten Sie sich auf eventuelle „Gegenargumente“ vor und überlegen Sie sich, wie Sie diese entkräften können.
  • Bewahren Sie Ruhe und signalisieren Sie, dass Sie nicht als Bittsteller kommen, sondern ein berechtigtes Anliegen vorbringen. 
  • Nehmen Sie auch geldwerte Vorteile (SBB-Ticket, Firmenwagen, Handy/Laptop, Aktienoptionen mit ins Kalkül.
  • Bedenken Sie, dass ein Jobwechsel ohne Gehaltssprünge auch sinnvoll sein kann – zum Beispiel, wenn Sie zu Ihrer Traumfirma wechseln oder Ihnen eine attraktive und kostenlose berufliche Weiterbildung in aussicht gestellt wird. 

Weitere Fragen, Hinweise, Tipps dazu gerne persönlich. 

Guido Danek

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Bewerbung: Der Funke muss überspringen.

Als Bewerber sollte man aus der Masse herausstechen, denn für begehrte Stellen gibt es oft Dutzende Kandidaten. Personaler nehmen sich zudem meist nur 5 Minuten Zeit. Mit lieblosen Texten oder einem  langweiligem Design kommt man da nicht weit. Mutige Kandidaten gehen deshalb mit unkonventionellen Mitteln in die Offensive.

Wie wäre es z.B. mit einer Bewerbung als Prospekt oder Gebrauchsanleitung im Firmenstil? Oder mit einer eigenen Webseite, auf der man sich selbst zum Kauf anbietet? Ein Brite hat mal für ein Jobgesuch eine ganze Plakatwand gemietet – und mehr als 60 Angebote erhalten.

Bei einer Bewerbung bei einem Schokihersteller könnte man die Unterlagen in die Verpackung der Firma stecken. Noch besser: Eine ausgefallene Torte für eine Stelle in einer Konditorei oder ein Architekturmodell für einen technischen Zeichner. So hat der Chef gleich eine Arbeitsprobe in der Hand.

Auffallen um jeden Preis ist aber die falsche Devise. 

Genial und ziemlich daneben liegen nämlich dicht beieinander. Schlimmstenfalls kommt alles einfach nur peinlich rüber. Anders zu sein ist kein Einstellungsgrund. Wichtig ist neben Authentizität, Persönlichkeit, fachlicher Substanz der inhaltliche Bezug zum Unternehmen. Sonst ist das Thema schnell erledigt. 

Kreative Bewerbungen setzen natürlich voraus, dass der Personaler auch den richtigen Draht oder nötigen Humor dafür hat. 

Das ist jedoch ein ganz anderes Thema.  🙂

Guido Danek

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Was sind vollständige Bewerbungsunterlagen?

In Stellenanzeigen findet man oft den Wunsch nach vollständigen Bewerbungsunterlagen

AnschreibenLebenslauf und Zeugnisse gelten dabei als Minimum. Deckblatt, Kurzprofil und Motivationschreiben können je nach Wertigkeit der Position noch hinzukommen. 

Das Anschreiben (Bewerbungsbrief) dient dazu, das Interesse, die Qualifikationen und den Mehrwert für die Stelle hervorzuheben, den das Unternehmen Dank Ihrer Mitarbeit erzielen wird.

Der Lebenslauf (CV) sollte auf die Anforderungen der freien Stelle zugeschnitten sein. Für meine Kunden bilde ich darin immer ein Zentrum mit den Berufserfahrungen,  Tätigkeiten, Stärken, Erfolgen, die für die freie Stelle besonders relevant sind. Der Rest – das „Unwichtige“ folgt unter ferner liefen. 

Ein Motivationsschreiben ist nicht immer erforderlich. Falls aber doch gewünscht, bietet es die Chance dazu, neben fachlichen Stärken und beruflichen Zielen auch auf persönliche Eigenschaften hinzuweisen, die bei der Errreichung von Unternehmenszielen eine gewichtige Rolle spielen können. 

Im Anhang sollten mindestens ein aktuelles Arbeits-oder Zwischenzeugnis, Dokumente der letzten beiden Beschäftigungsverhältnisse, das Zeugnis des höchsten Bildungsabschlusses sowie die Nachweise wichtiger Aus- und Fortbildungen zu finden sein.

P.S.: Bewerbungen immer im PDF-Format versenden und Dateien ggfs. komprimieren. Tipp: www.ilovepdf.com – ist prima und kostenlos. 

Guido Danek

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Lücken im Lebenslauf.

Eines vorweg: Ich habe noch nie einen lückenlosen Lebenslauf (CV) gesehen. Meiner hat ebenfalls kreative „Auszeiten“. Warum wird deshalb nur immer ein solches Problem daraus gemacht?

Lücken im Lebenslauf sind Zeiträume, in denen man weder beruflich tätig war, noch eine Aus- oder Fortbildung absolviert hat. Sind sie länger als zwei Monate, sollte man eine Erklärung dafür parat haben. 

Weil die oft unvorteilhaft sind, greifen viele an dieser Stelle dazu, den Lebenslauf durch ungenaue/falsche Angaben oder die Umstellung auf Jahreszahlen zu „optimieren“. Das macht aber jeden Personaler skeptisch. 

Mein Rat: Bleiben Sie ehrlich. 

Personaler sind ja nicht ganz aus der Welt und wissen, dass im Berufsleben nicht immer alles rund läuft. Vorrangigste Aufgabe für sie ist, jemanden zu finden, der zur Stelle passt und die Qualifikationen dafür mitbringt. 

Erst auf den zweiten, dritten Blick – so habe ich es immer gemacht, weil ich mich auf mein Bauchgefühl verlasse – prüft er dabei auch die Fehlzeiten. Die dürfen kein Stolperstein sein. 

Die Lösung: Bei Kunden mit solchen „Problemen“ teile ich den Lebenslauf gerne auf und bilde zunächst ein Zentrum mit allen beruflichen Stationen (Monats- und Jahresangabe). Die Auszeiten füge ich anschliessend in einem zweiten Kapitel zusammen, nenne sie beim Namen und gebe auch die korrekten Zeiten dafür an. 

So wird alles klarer und beim Vorstellungsgespräch kommen Sie nicht mehr in Erklärungsnot.  

Guido Danek

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Der 1. Arbeitstag

DER 1. ARBEITSTAG.

Egal, ob Sie einen Jobwechsel vornehmen oder ganz frisch in das Berufsleben einsteigen:

Der erste Arbeitstag sorgt immer für Unbehagen und eine gewisse Nervosität. Schliesslich weiss man nicht so genau, was Einen erwartet. 

Hier ein paar Tipps dazu, wie der perfekte Einstand gelingt: 

  • Nur nicht zu spät, aber auch nicht zu früh kommen (zur Arbeit wohlgemerkt)
  • Angemessen kleiden (lieber over- als underdressed)
  • Stellen Sie sich den Leuten vor, wenn Sie zuvor nicht vorgestellt wurden. 
  • Interesse an allem zeigen, trotzdem bescheiden bleiben 
  • Gut zuhören, beobachten, Fragen stellen
  • Kritik/Anregungen dankbar annehmen und um ein Feedback bitten
  • Vorgänge nutzen, um ins Gespräch zu kommen

NO GO`s: 

  • Social Media und Chats tunlichst vermeiden
  • Alle Personen am Anfang Siezen – bis Ihnen das „Du“ angeboten wird
  • Besserwissen: Vorsicht: Sie sind der/die Neue. Also erst mal den Laden kennenlernen 
  • Pausen: Dann, wenn es die Kollegen tun.

Übrigens: Am ersten Arbeitstag muss man nicht alles können. Am zweiten auch nicht.

Nutzen Sie die Zeit und die Tage darauf viel mehr dazu, um ein Gespür für das Unternehmen und die Leute in Ihrer Umgebung zu bekommen. 

Dann klappt`s auch mit den (Arbeits-)Nachbarn. 

Guido Danek

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Jobcoaching macht Sinn.

Wenn Sie in einer beruflichen Sackgasse zu stecken ist ein Jobcoach eine gute Option. 

Den passenden Berater erkennen Sie daran, dass er selbst als Führungskraft gearbeitet hat, über Erfahrungen in vielen Branchen verfügt, unternehmerische Abläufe kennt sowie eine gute Beobachtungsgabe, Einfühlungsvermögen und Überzeugungskraft besitzt. Dazu muss er sich in seine Gesprächspartner hineinversetzen und ihnen attraktive neue Perspektiven aufzeigen können. 

Das Wichtigste: Sie müssen Vertrauen zu ihm haben. Immerhin soll er Ihnen bei wichtigen Lebensentscheidungen weiterhelfen. Das ist in vielen Fällen möglich. 

Wo das Jobcoaching stattfindet, hängt in erster Linie von der Philosophie Ihres Beraters ab. Ich persönlich bevorzuge da kein steriles Besprechungszimmer, sondern eher eine ungezwungene Atmosphäre – ein Cafe oder Waldspaziergang – in der man sich wohlfühlt und den Kopf frei bekommt. Dazu weiss mein Gegenüber immer, dass ich mir Zeit für ihn nehme. 

Übrigens hat sich in den letzten 5 Jahren jeder zweite Manager coachen lassen. Der ungetrübte und nüchterne Blick von Aussen, die Unvoreingenommenheit bei schwierigen beruflichen Situationen, sinnvolle Tipps zu allen Lebensfragen können deshalb äusserst wertvoll sein. 

Coaching hilft dabei, Schwächen und Stärken zu erkennen, besser zu werden, Horizonte zu erweitern, Auswege zu finden sowie neue Ziele zu entdecken und sie anzugehen. 

Gerne mehr persönlich dazu. 

Guido Danek

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